Alle Informationen für Leistungsträger in Corona-Zeiten (Stand: 21. September 2021)

Hier haben wir alle derzeit geltenden Regeln zur Eindämmung des Coronavirus für touristische Leistungsträger zusammengefasst. 
 
Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung tritt am 02.09.2021 bis einschließlich 01.10.2021 in Kraft. 
 
Die wichtigsten Kernthemen für den Tourismus:
    • Die Kontaktbeschränkungen entfallen!
    • Die OP-Maske ist der neue Standard, FFP2 ist nicht mehr zwingend erforderlich!
    • Die bayernweite “Krankenhausampel” wird als zusätzlicher Indikator eingeführt und hätte Kontaktbeschränkungen, veränderte Testanforderungen (PCR- statt Antigen-Test) oder Wiederanhebung des Maskenstandards auf FFP2 zur Folge. Sie hat aber aktuell keine Auswirkungen, da  die Schwellenwerte an Krankenhausneueinweisungen bzw. Intensivbettenbelegung nicht erreicht sind!
    • Die Inzidenz (Schwellenwert 35) bleibt als Indikator für den Tourismus weiterhin wichtig! Da dieser im Landkreis derzeit überschritten ist, gilt (aus Pressemitteilung bzw. aktueller Infektionsschutzverordnung): 
    Ab einer 7-Tage-Infektionsinzidenz von über 35 im Landkreis oder in der kreisfeien Stadt gilt indoor breitflächig der 3G-Grundsatz: Persönlichen Zugang haben deshalb nur Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete. Dies betrifft öffentliche und private Einrichtungen, Veranstaltungen, Sportstätten, Fitnessstudios, die gesamte Kultur, Theater, Kinos, Museen, Gedenkstätten, Gastronomie, Beherbergung, […], außerdem Freizeiteinrichtungen einschließlich Bäder, Thermen, Saunen, Seilbahnen und Ausflugsschiffe, Spielbanken, den touristischen Reisebusverkehr und ähnliches. Von der 3G-Regelung befreit sind Kinder bis zum 6. Geburtstag, Schulkinder sowie noch nicht eingeschulte Kinder.

Alle Aktuellen regelungen im überblick

  • Es gilt die 3G-Regelung ab einer Inzidenz von 35! Im Fall von getesteten Gästen bleibt es bei der Testpflicht bei Ankunft sowie alle 72 Stunden!
  • Es gilt eine generelle Maskenpflicht (OP-Maske reicht) in Innenbereichen. Im Außenbereich entfällt die Maskenpflicht!
  • Die Kontaktdatenerfassung ist notwendig (z. B. mit luca)!
  • Das umfangreiche Rahmenkonzept finden Sie hier!
  • Es gilt die 3G-Regelung ab einer Inzidenz von 35.
  • Es besteht Maskenpflicht außerhalb des Sitzplatzes bei der Innengastronomie. In Außenbereichen entfällt die Maskenpflicht.
  • Die Kontaktdatenerfassung ist notwendig (z. B. mit luca)!
  • Schankwirtschaften, Clubs und Diskotheken dürfen voraussichtlich ab Oktober öffnen!
  • Das umfangreiche Rahmenkonzept finden Sie hier!
  • Auch für Freizeiteinrichtungen wie Seilbahnen und die Schifffahrt gilt die 3-G-Regelung!
  • Die quadratmetermäßigen Kunden- und Besucher-Beschränkungen entfallen!
  • Für Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, die Schifffahrt sowie Zoos ist die Kontaktdatenerfassung notwendig (z. B. mit luca)!
  • Das umfangreiche Rahmenkonzept finden Sie hier (touristische Dienstleister) und hier (Bäder)!
  • Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse dürfen wieder durchgeführt werden und unterliegen nicht mehr dem Inzidenz-Schwellenwert!
  • Bei allen Veranstaltungen, Tagungen und Kongressen gilt die 3G-Regelung!
  • Bei Veranstaltungen über 1000 Besuchern sowie allen Tagungen und Kongressen ist die Kontaktdatenerfassung notwendig (z. B. mit luca)!
  • Für Veranstaltungen über 1000 Besuchern muss zwingend ein Infektionsschutz-Konzept erarbeitet und unaufgefordert vorgelegt werden, Eintrittskarten müssen personalisiert verkauft werden und der Ausschank von alkoholischen Getränken ist untersagt!

FAQ: testungen

Es gilt eine Testpflicht für Gäste bei der Ankunft sowie alle 72 Stunden (außer geimpft, genesen oder unter 6 Jahren) ab einem Inzidenzwert von 35 und wir raten grundsätzlich dazu, die Gäste schon vor Anreise auf die Testpflicht sowie die Schnellteststationen hinzuweisen. Zur Anreise des Gastes ist ein Test erforderlich, dieser darf maximal 24 Stunden alt sein und kann PCR, POC-Schnelltest oder vor Ort unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest sein. Bei einer Inzidenz unter 35 entfällt die Testpflicht bei Anreise.

Gäste, die sich nicht testen lassen wollen, dürfen nicht beherbergt werden. Ist der Vermieter (z. B. des Ferienhauses) nicht vor Ort, muss dieser mit den Gästen vereinbaren, dass diese ihm regelmäßig einen aktuellen Testnachweis zukommen lassen. 

Von der Testpflicht sind lediglich Gäste befreit die:

  • jünger als 6 Jahre sind sowie noch nicht eingeschulte Kinder
  • Schulkinder gelten als getestet, da regelmäßige Tests in den Schulen stattfinden
  • nachweislich genesen nach einer Covid-19-Erkrankung sind (Nachweis: Arztbrief oder negativer PCR nach belegter Erkrankung nach Ablauf von 28 Tagen)
  • bereits Durchgeimpft sind (i.d.R. 2x geimpft + Ablauf von 15 Tagen nach Zweitimpfung) (Belegbar durch Impfpass)
  • 1x geimpft nach vorheriger COVID-19-Erkrankung die mehr als 6 Monate zurückliegt (Belegbar durch Arztbrief+Impfpass)

Dank des Engagements des Landkreises sowie der Gemeinden existieren eine Vielzahl an Schnelltestmöglichkeiten im Landkreis Miesbach. Eine Übersicht über die Schnellteststationen in der Alpenregion Tegernsee Schliersee finden Sie hier!

Grundsätzlich zählen unter Aufsicht durchgeführte Selbsttests (Laientests) als anerkannte Tests. 

Um diese Tests einzusetzen, muss jedoch eine sichere Testumgebung geschaffen werden (separater Raum/Testzelt im Hof o.ä.), die getrennt vom restlichen Betrieb läuft und sichere Warteplätze für die getesteten bis zum Erhalt des Testergebnisses sicherstellt. Eingesetztes Personal muss hier nicht zusätzlich geschult werden, sondern überwacht nur die korrekte Anwendung der Tests. Solche Tests sind mittlerweile in Super- und Drogeriemärkten käuflich erwerbbar und können mit Gästen abgerechnet werden. Sie sollten aber nur als Reserve für den Notfall (verspätete Anreise, Test vergessen) betrachtet werden. Ansonsten ist das kostenfreie Angebot in den Schnellteststationen vorzuziehen.

NEIN! Für GastgeberInnen besteht keine Testpflicht! Es wird jedoch empfohlen, regelmäßig das kostenfreie Angebot der Schnellteststationen zu nutzen.

Ein Arbeitgeber muss jedem Mitarbeiter mindestens einen kostenlosen (Selbst-)Test pro Woche zur Verfügung stellen. Auch hier sollte man aus Sicherheitsgründen das Personal animieren, sich regelmäßig zu testen, um Betreibsschließungen wegen Coronaausbrüchen vorzubeugen. 

Grundsätzlich gilt: Ruhe bewahren. Ein positiver oder unklarer Schnelltest muss nicht zwangsläufig eine Infektion bedeuten.

Folgendes ist hier zu unterscheiden: 

Vor Check-In der Gäste:

  • Check-In vorerst verweigern
  • PCR-Test für Gast organisieren (unterstützen)
  • Gesundheitsamt verständigen
  • ggf. Hausarzt verständigen
  • Gast muss entweder abreisen oder darf in gestellter Räumlichkeit Testergebnis abwarten (auch je nach Gesundheitszustand)

Nach Check-In/nach längerer Anwesenheit

  • Gast und Begleitungen sofort von anderen Gästen isolieren
  • PCR-Test organisieren (unterstützen)
  • Gesundheitsamt verständigen
  • ggf. Hausarzt verständigen
  • ein Gast kann (wenn es der Gesundheitszustand zulässt und das Gesundheitsamt zustimmt) abreisen und sich an seinem Wohnort in Quarantäne begeben. Verbleibt er im gemieteten Zimmer/Objekt dürfen Belegungs- und Verpflegungskosten in Rechnung gestellt werden. Bei Ferienwohnungen/Häusern ist zusätzlich zu klären, wie der Gast während der Quarantäne versorgt wird. Muss anderen (Folge-) Gästen wegen eines Quarantänefalles abgesagt werden, ist KEIN Schadenersatz zu zahlen, sondern lediglich eine Rückerstattung der Unterbringungskosten. 

FAQ: Öffnung und Reiserecht

Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, müssen Name, Vorname, Anschrift und eine sichere Kontaktinformation (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) für die Dauer von vier Wochen gespeichert. Die Erhebung der Kontaktdaten kann auch in elektronischer Form erfolgen, soweit dabei eine hin-reichend präzise Dokumentation der Daten sichergestellt ist.

Für detaillierte und digitale Kontaktnachverfolgung empfehlen wir den Einsatz von luca – alle Details dazu finden Sie hier!

Sollten Gäste z.B. einen gemeinsamen Wohnsitz vortäuschen, ist der Gastgeber verpflichtet, nicht an die Gäste zu vermieten (sofern nicht Unterbringung in getrennten Zimmern erfolgen kann).

Ist eine Vermietung nicht möglich, tragen die Gäste die anfallenden Stornokosten aufgrund falscher Angaben. 

Im Falle einer behördlich angeordneten Schließung von Unterkünften (und diese würde in den derzeitigen Fällen ab einer Inzidenz von 100 vorliegen), treten sog. ‘unvermeidbare, außerordentliche Umstände’ (früher ‘höhere Gewalt’) in Kraft und der Gast darf kostenfrei stornieren.

Gleichzeitig ist es dem Gast aber nicht möglich, vom Gastgeber Schadenersatz wegen der verführten Abreise zu fordern. Es müssen lediglich die Nicht-in-Anspruch-genommenen Leistungen erstattet werden. Eine verfrühte Rückreise wegen Betriebsschließung (z.B. verfallenes Bahnticket) ist Risiko des Gastes, nicht des Gastgebers.

Die ERGO-Versicherung bietet beispielsweise einen optional zubuchbaren Corona-Ergänzungsschutz an. Wir verweisen in unserem Buchungsprozess beispielsweise auf diese Produkte. Wir empfehlen Ihnen, dieses oder ein vergleichbares Angebot Ihren Gästen ans Herz zu legen. Alle Informationen finden Sie hier!