Alle Informationen für Leistungsträger in Corona-Zeiten (Stand: 18. Juni 2021, 11:00 Uhr)

Seit Samstag, 29. Mai darf der Tourismus öffnen. Somit sind touristische Übernachtungen, Außengastronomie, Kultur, Seilbahnen, Schifffahrt etc. mit entsprechendem Hygienekonzept aktuell möglich!

Aktuell liegt die Inzidenz unter 50, alle daraus resultierenden ausführlichen Änderungen finden Sie hier.

Ab Montag, 7.6., treten außerdem weitere Lockerungen laut 13. Bayerischer Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft.

Alle Aktuellen regelungen im überblick

Nachdem der  Schwellen-Inzidenzwert von 100 unterschritten wurde, darf der Tourismus seit 29.05. öffnen.

Das gilt für Übernachtungsbetriebe (inkl. Wellness, Fitness und Gastronomie), Außengastronomie, touristische Freizeitanbieter (Freibäder, Bergbahnen, Schifffahrt, Gästeführungen, Außenbereiche medizinischer Thermen), Theater und Kinos sowie (in diesem Fall ab Sonntag) Museen und Ausstellungen!

Ab Montag, 7.6., darf nun auch die Innengastronomie öffnen. Für Unterkunftsbetriebe entfällt die Testpflicht alle 48 Stunden (solange der Landkreis unter einer Inzidenz von 50 ist). Die Testpflicht bei Ankunft bleibt. 

Alle wichtigen Details finden Sie unter ‘Häufig gestellte Fragen’ auf dieser Website!

Ein Besuch der Außengastronomie ist mit Terminbuchung und Kontaktdatenerfassung möglich. Die Sperrstunde ist auf 22 Uhr festgesetzt. Erlaubt sind nach wie vor Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause.

Aufgrund der aktuellen Inzidenz unter 50 gibt es keine Testpflicht ab 03.06..

Ab Montag, 7.6., darf außerdem die Innengastronomie öffnen. Es besteht dort keine Testpflicht, solange der Landkreis unter einer Inzidenz von 50 ist. Sperrstunde ist 24 Uhr. Schankwirtschaften, Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen.

Theater, Konzerthäuser und Kinos dürfen unter der Voraussetzung – fest zugewiesene Sitzplätze und Hygienekonzept – ebenfalls öffnen; auch die Durchführung von kulturellen Außenveranstaltungen, also unter freiem Himmel, ist unter den oben genannten Voraussetzungen wieder möglich. Die maximal erlaubte Besucheranzahl beträgt 500. 

Auch Tagungen und Kongresse sind unter gleichen Voraussetzungen wieder möglich.

Museen und Ausstellungen dürfen mit Schutz- und Hygienekonzepten (FFP2-Maske, Mindestabstand, Kontaktdaten) öffnen. Eine Terminbuchung ist erforderlich.

Öffnen dürfen auch Freibäder mit Terminbuchung.

Der Betrieb von Seilbahnen, Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, touristische Bahnverkehre, touristische Reisebusverkehre sowie die Erbringung von Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen sowie die Öffnung von Hallenbädern, Saunen, Thermen sind erlaubt.

Aufgrund der aktuellen Inzidenz unter 50 gibt es keine Testpflicht in den genannten Bereichen ab 03.06..

Dank des Engagements des Landkreises sowie der Gemeinden existieren eine Vielzahl an Schnelltestmöglichkeiten im Landkreis Miesbach. Eine Übersicht finden Sie hier.

Sollte z. B. von Montag bis einschließlich Mittwoch – also an drei aufeinanderfolgenden Tagen – die Inzidenz wieder über 100 liegen, müsste der Betrieb nach einer Frist von zwei Tagen – also am Samstag -schließen!

Häufig gestellte Fragen: Öffnung und Reiserecht

Eine Öffnung ist nur mit einem ausgearbeiteten Hygienekonzept möglich. Dieses kann von letztem Sommer adaptiert werden. Ein Fokus sollte auf der Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln (z.B. Maskenpflicht!) sowie der Kontaktdatenerhebung und Testdokumentation für den Betrieb liegen. Nach Verlangen ist dieses Konzept beim zuständigen Landratsamt vorzulegen. 

Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, müssen Name, Vorname, Anschrift und eine sichere Kontaktinformation (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) für die Dauer von vier Wochen gespeichert. Die Erhebung der Kontaktdaten kann auch in elektronischer Form erfolgen, soweit dabei eine hin-reichend präzise Dokumentation der Daten sichergestellt ist.

Für detaillierte und digitale Kontaktnachverfolgung empfehlen wir den Einsatz von luca – alle Details dazu finden Sie hier!

Übernachtungsbetriebe dürfen ihre Übernachtungsgäste auch innen bewirten. Hierzu muss ein umfassendes Hygienekonzept vorliegen und es müssen alle Abstands- und Hygieneregeln (Maskenpflicht auf allen Verkehrsflächen) eingehalten werden. Die Bewirtung ist nur bis 22:00 zugelassen. 

Ab Montag 7.6.:

Mehrere Hausstände dürfen in einer Unterkunft untergebracht werden. Es gelten die Regeln der Kontaktbeschränkung. 

Kontaktbeschränkungen

  • Inzidenz < 50: 10 Personen unterschiedlicher Hausstände
  • Inzidenz 50 – 100: 10 Personen aus max. 3 Haushalten
  • Vollständig Geimpfte und Genesene zählen nicht zur Personenzahl dazu
 

Sollten Gäste z.B. einen gemeinsamen Wohnsitz vortäuschen (Beispiel: 2 oder mehr Haushalte mieten gemeinsam ein Objekt, wenn nur 1 Haushalt erlaubt), ist der Gastgeber verpflichtet, nicht an die Gäste zu vermieten (sofern nicht Unterbringung in getrennten Zimmern erfolgen kann).

Ist eine Vermietung nicht möglich, tragen die Gäste die anfallenden Stornokosten aufgrund falscher Angaben. 

Lebenspartnerschaften dürfen auch ohne gemeinsamen Wohnsitz zusammen buchen. Dies sollte glaubwürdig versichert werden und nachvollziehbar sein. 

Im Falle einer behördlich angeordneten Schließung von Unterkünften – und diese würde in den derzeitigen Fällen vorliegen – sog. ‘unvermeidbare, außerordentliche Umstände’ (früher ‘höhere Gewalt’) vorliegt und somit bedauerlicherweise der Gastgeber keinen Anspruch auf Stornierungsgebühren o. ä. hat und der Gast kostenfrei stornieren kann bzw. seinen Aufenthalt kostenfrei verkürzen kann. Gleichzeitig ist es dem Gast aber nicht möglich, vom Gastgeber Schadenersatz wegen der verführten Abreise zu fordern. Es müssen lediglich die Nicht-in-Anspruch-genommenen Leistungen erstattet werden. Eine verfrühte Rückreise wegen Betriebsschließung (z.B. verfallenes Bahnticket) ist Risiko des Gastes, nicht des Gastgebers.

Die ERGO-Versicherung bietet beispielsweise einen optional zubuchbaren Corona-Ergänzungsschutz an. Wir verweisen in unserem Buchungsprozess beispielsweise auf diese Produkte. Wir empfehlen Ihnen, dieses oder ein vergleichbares Angebot Ihren Gästen ans Herz zu legen. Alle Informationen finden Sie hier!

Häufig gestellte Fragen: testungen

Es gilt eine Testpflicht für Gäste (außer geimpft, genesen oder unter 6 Jahren) und wir raten grundsätzlich dazu, die Gäste schon vor Anreise auf die Testpflicht sowie die Schnellteststationen hinzuweisen. Zur Anreise des Gastes ist ein Test erforderlich, dieser darf maximal 24 Stunden alt sein und kann PCR, POC-Schnelltest oder vor Ort unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest sein. 

Gäste, die sich nicht testen lassen wollen, dürfen nicht beherbergt werden. Ist der Vermieter (z. B. des Ferienhauses) nicht vor Ort, muss dieser mit den Gästen vereinbaren, dass diese ihm regelmäßig einen aktuellen Testnachweis zukommen lassen. 

Von der Testpflicht sind lediglich Gäste befreit die:

  • jünger als 6 Jahre sind
  • nachweislich genesen nach einer Covid-19-Erkrankung sind (Nachweis: Arztbrief oder negativer PCR nach belegter Erkrankung nach Ablauf von 28 Tagen)
  • bereits Durchgeimpft sind (i.d.R. 2x geimpft + Ablauf von 15 Tagen nach Zweitimpfung) (Belegbar durch Impfpass)
  • 1x geimpft nach vorheriger COVID-19-Erkrankung die mehr als 6 Monate zurückliegt (Belegbar durch Arztbrief+Impfpass)

NEIN! Für GastgeberInnen besteht keine Testpflicht! Es wird jedoch empfohlen, regelmäßig das kostenfreie Angebot der Schnellteststationen zu nutzen.

Ein Arbeitgeber muss jedem Mitarbeiter mindestens einen kostenlosen (Selbst-)Test pro Woche zur Verfügung stellen. Auch hier sollte man aus Sicherheitsgründen das Personal animieren, sich regelmäßig zu testen, um Betreibsschließungen wegen Coronaausbrüchen vorzubeugen. 

Grundsätzlich zählen unter Aufsicht durchgeführte Selbsttests (Laientests) als anerkannte Tests im Rahmen des 48-Stunden Testkonzepts. 

Um diese Tests einzusetzen, muss jedoch eine sichere Testumgebung geschaffen werden (separater Raum/Testzelt im Hof o.ä.), die getrennt vom restlichen Betrieb läuft und sichere Warteplätze für die getesteten bis zum Erhalt des Testergebnisses sicherstellt. Eingesetztes Personal muss hier nicht zusätzlich geschult werden, sondern überwacht nur die korrekte Anwendung der Tests. Solche Tests sind mittlerweile in Super- und Drogeriemärkten käuflich erwerbbar und können mit Gästen abgerechnet werden. Sie sollten aber nur als Reserve für den Notfall (verspätete Anreise, Test vergessen) betrachtet werden. Ansonsten ist das kostenfreie Angebot in den Schnellteststationen vorzuziehen.

Grundsätzlich gilt: Ruhe bewahren. Ein positiver oder unklarer Schnelltest muss nicht zwangsläufig eine Infektion bedeuten.

Folgendes ist hier zu unterscheiden: 

Vor Check-In der Gäste:

  • Check-In vorerst verweigern
  • PCR-Test für Gast organisieren (unterstützen)
  • Gesundheitsamt verständigen
  • ggf. Hausarzt verständigen
  • Gast muss entweder abreisen oder darf in gestellter Räumlichkeit Testergebnis abwarten (auch je nach Gesundheitszustand)

Nach Check-In/nach längerer Anwesenheit

  • Gast und Begleitungen sofort von anderen Gästen isolieren
  • PCR-Test organisieren (unterstützen)
  • Gesundheitsamt verständigen
  • ggf. Hausarzt verständigen
  • ein Gast kann (wenn es der Gesundheitszustand zulässt und das Gesundheitsamt zustimmt) abreisen und sich an seinem Wohnort in Quarantäne begeben. Verbleibt er im gemieteten Zimmer/Objekt dürfen Belegungs- und Verpflegungskosten in Rechnung gestellt werden. Bei Ferienwohnungen/Häusern ist zusätzlich zu klären, wie der Gast während der Quarantäne versorgt wird. Muss anderen (Folge-) Gästen wegen eines Quarantänefalles abgesagt werden, ist KEIN Schadenersatz zu zahlen, sondern lediglich eine Rückerstattung der Unterbringungskosten.